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Wien, Wien, wir fahren nach Wien

  • 1. Apr. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Die Finalwoche, auf die wir ein halbes Jahr hingearbeitet hatten, begann an einem Donnerstagmorgen am Hamburger Hauptbahnhof. Auch wenn die Pleadings des Finales online stattfinden sollten, gab es die Möglichkeit, in Person an Begleitveranstaltungen in Wien teilzunehmen. Auf der Fahrt dorthin trafen wir bereits im Zug die ersten anderen deutschen Vis Moot Teams, die ebenfalls Richtung österreichische Hauptstadt unterwegs waren. Die restliche Fahrt vertrieben wir uns insbesondere mit Sachverhaltsquizzes und einem letztem Feinschliff unserer Pleadings. 

 

Angekommen in Wien wurde die Finalwoche am Freitagabend in dem Wiener Palais Niederösterreich festlich eröffnet. Am Samstag begann dann die Gruppenphase. Nach vier ereignisreichen und spannenden Pleadings gab es am Dienstagabend die Ankündigung derjenigen 64 Teams, die es von ingesamt 365 in die Elimination Rounds geschafft hatten. Aufgeregt und angespannt starrten wir alle gemeinsam in einem mehr oder weniger großem Hostelzimmer auf den Laptop und hörten zu unser aller Freude „University of Hamburg“. Der Jubel war riesengroß! 

 

Am Mittwochmorgen begannen dann die Elimination Rounds. Diese Phase durchlebten wir als Team wie in Trance. Unsere beiden Pleaderinnen Lara und Eva lieferten „stellar performances“ am laufenden Band. Nach jeder Verhandlung standen wir erneut gebannt vor dem Laptop und warteten gemeinsam auf die Ankündigungen der jeweiligen Gewinner der Runde. Alle Teams in der Round of 64 waren sehr stark, jede Begegnung eine 50/50-Entscheidung, jede Ankündigung der reinste Nervenkitzel. Und doch: es wollte nicht aufhören… Wir kamen weiter in die Round of 32, in die Round of 16, in die Round of 8, ins Halbfinale und schlussendlich sogar ins Finale. 

 

Dort durften wir vor einem renommierten und vor allem interessierten Tribunal gegen die Universität Sofia pleaden. Auch wenn wir am Ende Zweiter wurden, sind wir unglaublich stolz und dankbar für das, was wir erreicht haben. Hätte uns am Anfang der Vis-Moot Zeit jemand gesagt, dass wir Zweiter werden, hätten wir nur ungläubig geschaut. Heute können wir sagen: wir haben es tatsächlich so weit geschafft! 

 

Die Finalwoche endete mit einer feierlichen Abschlusszeremonie in der Wiener Hofburg. Dort hatten wir einmal mehr Anlass zur Freude: Lara und Eva erhielten eine Auszeichnung für ihre Leistungen im Finale („honorable mention best speaker“). Auch unser Klägerschriftsatz erhielt eine Auszeichnung („honorable mention best written memorandum for Claimant”). Unser Beklagtenschriftsatz erreichte sogar den dritten Platz in der Gesamtwertung, was uns besonders freut.

 

Mit dieser Woche geht nunmehr eine ereignisreiche Zeit für uns zu Ende. Wir sind unglaublich dankbar für alle, die uns auf dieser Reise begleitet, gefördert und unterstützt und damit maßgeblich zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben. Als Team konnten wir in dieser Zeit viel erleben, tolle Menschen kennenlernen und vor allem aber viele neue Freunde finden.


 
 
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